Wer sich eine neue Kamera zulegen möchte, steht möglicherweise früher oder später vor der Entscheidung, ob es denn eine digitale Spiegelreflexkamera sein muss oder ob vielleicht auch eine Bridgekamera den Ansprüchen genügt. Um eine entsprechende Entscheidung zu erleichtern, möchte ich dazu hier ein paar Ausführungen machen.

Bridgekameras sind zwischen den kompakten Digitalkameras, die praktisch in jede Hosen- oder Jackentasche passen und somit bei jeder passenden oder auch unpassenden Gelegenheit griffbereit sind, und den Spiegelreflexkameras einzuordnen.

Bei den Bridgekameras ist das Objektiv mit dem Kameragehäuse fest verbunden und somit nicht wechselbar. Dies hat den Vorteil, dass kein Staub in das Kameragehäuse eindringen kann, der mühsam wieder vom Sensor entfernt werden muss. Die  Methoden dazu werden  in diversen Internetforen diskutiert. Ich selbst konnte schon verschiedene und zeitraubende Varianten live bei uns zu Hause bei meinem Mann beobachten.

Weiterhin muss man bei einer Bridgekamera nicht ein ganzes Sortiment an Objektiven mit sich rumschleppen und hat dennoch mit schnellem Zoom eine weite Auswahl an Brennweiten zur Verfügung. Bei größeren und auch bei kleineren Fototouren ist dies sehr rückenfreundlich und im Rucksack verbleibt mehr Platz für eine abwechslungsreiche Verpflegung. Falls man mit einem Digitale-Spiegelreflexkamera-Besitzer unterwegs sein sollte, muss man jedoch aufpassen, dass die freie Platzkapazität von diesem nicht schonungslos ausgenutzt wird.

Die Objektive der Bridgekameras sind in der Regel durch den Hersteller auf die jeweilige Kamera optimiert und gewährleisten in der Regel qualitativ gute Bilder. Ich selbst bin zufriedene Besitzerin einer Bridgekamera (Panasonic Lumix FZ 150).

Auch auf einiges Zubehör muss man bei einer Bridgekamera nicht verzichten. So kann man eine Sonnenblende, ein externes Blitzgerät oder einen Fernauslöser verwenden und diverse Vorsatzfilter (UV-Filter, Polarisations-Filter) einsetzen.

Der Nachteil besteht darin, dass auf Grund des fest eingebauten Objektives und des damit nicht gegebenen Objektivwechsels fotografische Einschränkungen gegeben sind. Mit einer digitalen Spiegelreflexkamera dagegen können durch den großen Sensor, durch den Einsatz unterschiedlicher Objektive und weiterem Zubehör Fotos geschossen werden, die auch gehobenen Ansprüchen gerecht werden. Hinzuweisen ist aber auch darauf, dass dies seinen entsprechenden Preis hat und der Wunsch nach weiterem Zubehör ständig zunimmt.

Insgesamt bleibt jedoch festzustellen, dass der Einsatz von guter, teurer Technik nicht gleich gute Fotos zum Ergebnis hat. In erster Linie sind das Können des Fotografen und das Beherrschen der Technik gefragt. Der Fotograf muss die Möglichkeiten seines Fotoapparates verstehen und nutzen. Entscheidend ist, welche Kamera bzw. welches System den eigenen Ansprüchen und dem verfügbaren finanziellen Budget am besten gerecht wird.

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