Beim Thema Stilllebenfotografie denkt man sehr schnell an Fotos, die an die Klassiker der Malerei erinnern, dies ist eine viel zu enge Sicht.
Das Stilllife ist auch abzugrenzen von der Sach- und Produktaufnahme, wie sie z.B. für Kataloge gebraucht wird. Hierbei soll der Gegenstand objektiv mit seinen Eigenschaften dargestellt werden und wird deshalb meist vor neutralem Hintergrund fotografiert.
Bei der Stilllebenfotografiemöchte der Fotograf Geschichten erzählen, eine andere Sicht auf die Objekte, auch auf ganz einfache, alltägliche Dinge vermitteln, den Betrachter zum Staunen oder Schmunzeln anregen, fesselnde Themen gestalten, Emotionen vermitteln, …
Man könnte grob zwischen zwei Bereichen unterscheiden, den zufälligen natürlichen Arrangements und den geplanten Arrangements im Studio/Heimstudio. Während es bei ersteren um einen geschulten Blick für Details geht, verlangen die anderen eine intensive Vorarbeit. Es geht u.a. um die Fragen, welches Objekt wähle ich warum aus, wie will ich es fotografieren, was will ich ausdrücken, wie arrangiere ich ihn (Hintergrund, Accessoires), wie führe ich das Licht. Diese Fragen und das große Feld der Verknüpfung von reiner Fotografie und Bildbearbeitung machen dieses Teilgebiet zu einem spannenden Fotoerlebnis. Zu den großen Vorteilen gegenüber den vielen anderen Sachgebieten der Fotografiegehören: es gibt kaum äußere Einflussfaktoren und die Ergebnisse und Verfahrensweisen sind einfach reproduzierbar. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, Themen erneut aufzugreifen und die Ergebnisse zu verbessern.

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